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09.10.2017

1. Sächsische Dysphagietagung

ein kurzer Rückblick

Erste Sächsische Dysphagietagung in Chemnitz

Dysphagien sind Störungen, deren Ursachen vielfältig und deren Auswirkungen für die Patienten erheblich sind. Nur mit gut vernetzter interdisziplinärer Behandlung lassen sich hier optimale Ergebnisse erreichen. Diese Vernetzungen zu schaffen, hat sich das Dysphagienetzwerk Südsachsen, das im Sommer 2013 aus der therapeutischen Basis heraus gegründet wurde, zum Ziel gesetzt. Es handelt sich um ein multiprofessionelles Netzwerk mit VertreterInnen verschiedener Berufsgruppen (Logopädie, Medizin, Pflege, Kostenträger, Hilfsmittelversorger, …) aus dem gesamten mitteldeutschen Raum, die mit Menschen arbeiten, die unter einer Schluckstörung (Dysphagie) leiden.

Mit dem Ziel, die Schwerpunkte unterschiedlicher Fachbereiche zu beleuchten und miteinander zu verbinden, neue Kontakte zu knüpfen und das Netzwerk qualitativ zu bereichern, fand am 6. und 7. Oktober 2017 die „Erste Sächsische Dysphagietagung“ in Chemnitz statt.

Eröffnet wurde die Tagung am Freitag mit 3 intensiven Workshops zu den Themen „Fieberendoskopische Dysphagiediagnostik bei ausgewählten neurologischen Erkrankungen“, „Trachealkanülenmanagement und Weaning“ und „Dysphagiediagnose und -therapie bei ALS“. Am Samstag folgten Vorträge ausgewiesener Experten zu den Themen Diagnostik und Therapie der Dysphagie. Dabei fanden sowohl die Bereiche Pädiatrie, Neurologie, HNO und Geriatrie wie auch häufig zu wenig einbezogene Disziplinen wie Pulmologie und Pharmazie Beachtung und sorgten für „Aha-Effekte“ beim Publikum.
Auch der Aspekt der Teilhabe wurde diskutiert und seine Bedeutung durch einen bewegenden Erfahrungsbericht eines Betroffenen und seiner Frau bekräftigt.

Die Abendveranstaltung am Freitag in lockerer Atmosphäre mit Musik und kulinarischer Versorgung bot die Möglichkeit neue Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen auszutauschen.

Vertreter mehrerer ähnlicher lokaler Strukturen wie beispielsweise der Dysphagienetzwerke Schleswig-Holstein, Südwest und Nord nutzten diese Möglichkeiten intensiv, um Ideen zu sammeln und die eigenen Konzepte zu erweitern.

Sächsisch blieb bei der Tagung lediglich der Titel. Namhafte Referenten wie Dr. med. Paul Diesener aus Gailingen am Hochrhein, Ulrich Birkmann aus Köln, Prof. Dr. med. Jens Büntzel aus Thüringen und viele mehr gaben wertvolle Einblicke in Ihre Fachbereiche und auch die 154 Tagungsgäste bestehend aus Ärzten, Therapeuten und Pflegekräften waren aus dem gesamten deutschsprachigen Raum angereist.

Das Urteil der Tagungsteilnehmer war durchweg positiv und das Tagungsteam hat schon Ideen für die nächste Veranstaltung, die voraussichtlich 2019 stattfinden wird. Man darf also gespannt sein auf die „Zweite Sächsische Dysphagietagung“.

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